KSK Dr. Lasker 1861 e.V.

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Kurzmeldungen

Lasker gewinnt die Blitzmannschaftsmeisterschaft!

Lasker 1 Bei den freundlichen Gastgebern von Schachuzipus inKöln-Mühlheim fanden am 15.11. die Blitzmannschaftsmeisterschaft und am 23.11. die Blitzeinzelmeisterschaft des Kölner Schachverbands statt. Im Mannschaftsturnier konnte sich Lasker 1 mit Bernhard Nagel, Martin Wiekert, Heiko Kesseler und Volker Cramer unter 13 Mannschaften knapp durchsetzen. Lasker 2 erreichte immerhin auch noch Platz sieben.

Sofern wir uns richtig erinnern, war es der dritte Lasker-Sieg in Folge. Nach gutem Start ins Turnier und mit nur einer Niederlage gegen die SG Porz im Turnierverlauf, wurde es am Ende plötzlich sehr knapp, als die Bergischen Schachfreunde uns noch ein Unentschieden abtrotzten. Doch wieder einmal waren die Herren Sonneborn und Berger uns wohlgesonnen, nach Wertung blieben wir vorn.

Bei der Einzelmeisterschaft hingegen hat uns unser Feinwertungs-Glück etwas verlassen. Mit den teilnehmenden Heiko Kesseler, Marin Wiekert und Bernhard Nagel spielten wir schon vorn im Turnier mit, doch gab es einen lachenden Vierten. Christoph Pragua vom KKS konnte das Turnier vor dem punktgleichen Bernhard Nagel nach Wertung gewinnen. Immerhin gelang diesem damit wie auch Martin Wiekert die Qualifikation für die Mittelrheinebene.

Dritter Platz für NRW bei DSenMM-LV in der 50+ Klasse.

NRW 50+ Nordrhein-Westfalen wurde bei der Deutschen Senioren-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände (DSenMM-LV) in Bad Soden-Salmünster (22.09.24 - 28.09.24) in der Klasse der jüngeren Senioren ab 50 Jahren von einer "verstärkten Laskermannschaft" vertreten. Zu Heiko Kesseler, Patrizio di Franco und Bernhard Nagel hatten sich noch unsere passiven Mitglieder Ingo Cordts und Nadeesh Lindam gesellt, um eine schlagkräftige Truppe beisammen zu haben. Nach einigen vierten Plätzen in den letzten Jahren des Wettbewerbs mit ähnlicher Mannschaftsbesetzung, war schnell die Devise ausgegeben, dass es doch diesmal bitte Platz drei oder sogar mehr sein sollte. Am Ende gelang dies, aber sehr knapp und mit freundlicher Unterstützung aus Bayern.

Da es acht teilnehmende Mannschaften gab, wurde im Rundensystem gespielt. Dabei bescherte uns der Spielplan in der ersten Runde Baden, eine der favorisierten Mannschaften, die uns auch gleich mit 3,5 : 0,5 in die Schranken wies, nur Heiko konnte ein Remis erreichen. In der zweiten Runde gegen Bayern wollten wir es besser machen, Patti gewann, Ingo und Bernhard remisierten, so dass 2 Punkte greifbar nah waren. Doch Nadeesh gelang es diesmal nicht, Stellung und Zeit zu kontrollieren und er verlor unglücklich. Nach zwei auch dadurch begünstigten Siegen, dass die Gegner nicht vollständig antraten, gegen Sachsen und Thüringen, gelang uns ein wichtiger Sieg gegen Rheinland-Pfalz.

Dieses Team hatte nämlich den dritten Platz erobert und gegen die führenden Teams aus Würtemberg und Baden jeweils 2:2 gespielt. Ingos Sieg bei fast zeitgleicher Niederlage von Bernhard führte zum 1:1 Zwischenstand. Nadeesh steuerte einen wichtigen halben Punkt bei und Heiko konnte mit seinem Sieg die 2 Punkte sichern. Damit hatten wie Platz drei zunächst erobert, doch wartete ja Würtemberg in der Vorschlussrunde auf uns.Nicht völlig unerwartet verloren wir das Spiel gegen Würtemberg auch nach hartem Kampf, doch konnten Nadeesh und Bernhard dabei wenigstens noch zwei halbe Punkte für unsere Brettwertung sichern.

Damit war die Ausgangslage vor der Schlussrunde, dass wir einen Punkt auf Rheinland-Pfalz aufholen mussten, dann sollte es wegen des Brettpunkteverhältnisses und notfalls auch des gewonnenen direkten Vergleichs für uns zu Platz 3 reichen.Unser Spiel gegen Hessen begann auch vielversprechend. Nach und nach machten Ingo, Bernhard und Nadeesh remis, da sich an Brett vier ein Sieg von Patrizio abzuzeichnen schien. Einen Gambitbauern hatte er einfach behalten und vermied mit Damentausch und starkem Spiel die Angriffsversuche seines Gegners. Rheinland-Pfalz aber schien zunächst gegen Bayern Vorteile zu haben, wobei die ersten beiden Bretter aber auch schon remisiert hatten.

Dann ging es hin und her. Brett 4 der Pfälzer verpasste anscheinend eine Gewinnfortsetzung, der Ausgang an Brett 3 des Parallelkampfs war unklar, doch Patti schien etwas den Faden zu verlieren.Tatsächlich konnte Patti schließlich nur remisieren, doch Bayern gewann an Brett 4 und schließlich sogar noch an Brett 3. Vielen Dank nach Bayern für diese Schützenhilfe! Das Turnier gewann Würtemberg, die in der Schlussrunde auch Baden noch bezwingen konnten. Herzliche Glückwünsche nach Würtemberg!

Alle Ergebnisse, natürlich auch von der Meisterschaft 65+, sind bei chess-results.com zu finden (z.B. nach "DSenMM-LV" suchen). Dort traten mehr Mannschaften an und es wurde 7 Runden Schweizer-System gespielt. NRW wurde mit Ulrich Dresen, Rolf Zimmermann, Helmut Hassenrück und Ulrich Waagener sechster von 17 teilnehmenden Mannschaften.


GM Hort - ObengBack to life wurde grandios!Zu unserer Rückkehr- und Dankeparty (unter Einhaltung aller Corona-Regeln!) kamen am 7.8. nicht nur 40 Blitzfreudige sondern auch über ein Dutzend Zuschauer! Das Turnier wurde von Bernhard Nagel und Nadeesh Lindam souverän geleitet, was dank der Disziplin aller Teilnehmer zur lässig leichten Aufgabe wurde. Alleiniger Sieger des Back to Life Blitzturniers wurde mit 8,5 Punkten aus 11 Partien Martin Wiekert vor FM Andreas Eichhorn, FM Ernst-Wolfgang Bayer (je 8) und Schachfreund Martin Schmidt sowie GM Michael Hoffmann (je 7,5).
Nach einem üppigen und schmackhaften, warmen Buffet für alle gehörte die ganze Aufmerksamkeit GM Vlastimil Hort, der aus seinem Buch "Meine Schachgeschichten" Episoden vortrug und andere Anekdoten erzählte. Wer nicht dabei gewesen ist, hat etwas verpasst! Danach ging der Tag mit vielen verschiedenen Gesprächsgruppen in die Nacht über.
Immer wieder versicherte man sich, Schach spielen mag virtuell gut gehen, aber schöner ist es leibhaftig beisammen zu sein! Danke uns allen, die diesen Samstag so schön werden ließen!GM Hort - Obeng (Fotos von Carmen Nova Hoffmann)
1:30-Auftritt "Speedschach" von Patrizio und Nadeesh.Der Auftritt von Patrizio und Nadeesh in der Pro7-Show 1:30 wurde am 11.01.20 endlich (online exclusive) veröffentlicht. Um die Zeitvorgabe der Show einzuhalten spielen die beiden eine Bulletpartie mit 45 Sekunden Bedenkzeit pro Partie.

London – nicht nur zur WM eine Schachreise wert

Vier Tage lang konnte ich in London den Wettkampf zwischen Carlsen und Caruana aus nächster Nähe verfolgen, für meine Zeitung, die Kölnische Rundschau, berichten –und daneben in das Londoner Schachleben eintauchen. Die WM ist ja nun bald vorbei, aber auch daneben hat London für Schachfans einiges zu bieten.

Erste, sehr nützliche Hinweise fand ich in einem Artikel des englischen Schachjournalisten Leon Watson: 7 great places to play chess in London.Dass ich Leon – ein echt feiner Kerl – kurz darauf auch im Pressezentrum kennenlernen würde, wusste ich nicht.

Leon ist außerdem Secretary des Battersea chess club, einer der aktivsten (und vermutlich auch lustigsten) Schachvereine.Spielabende sind dienstags, Gäste sind willkommen. Am Vorabend meiner London-Reise fand dort ein stark besetztes Blitz-Turnier statt, bei dem sich die Teilnehmer Masken aufsetzten und als Team Magnusgegen Team Fabi gegeneinander spielten – das Turnier mit 150 Teilnehmern und mehreren Titelträgern muss sehr chaotisch und sehr lustig gewesen sein – ich kam leider einen Tag zu spät.

Für viele englische Schachspieler steht nicht unbedingt nur das Spiel, sondern der "social event" im Mittelpunkt. "Let's socialise" bekam ich immer wieder zu hören.Mir hat es Riesenspaß gemacht, mit Engländern, Amerikanern und Ecuadorianern nicht nur über Eröffnungen, sondern auch über den Brexit, Einwanderungspolitik und Gott und die Welt zu palavern.

Der beste Platz dafür ist definitiv das Casual chess cafe wo sich Anfänger, Fortgeschrittene und starke Vereinsspieler viermal in der Woche völlig ungezwungen treffen können.Manche spielen mit Uhr, manche ohne. Amanda Ross, die Organisatorin und "Mutter für Alles", hat eine Zeit in Havanna und New York gelebt, wo es eine aktive Straßenschachszene gibt.Weil das Wetter in London aber dafür zu unbeständig ist, trifft man sich in der Lounge des British Film Institute, The BFI Lounge, 21 Stephen St, nahe der U-Bahn-Station Tottenham Court.Es geht absolut locker und ungezwungen zu, und weil es immer wieder auch Schachkurse speziell für Frauen gibt, ist der Frauenanteil sehr hoch (circa ein Drittel bei meinem Besuch).Warum? 'Bei vielen Schachvereinsabenden herrscht eine ziemliche Wettkampfatmosphäre – vielen Frauen sind aber die Gespräche, der "social event" wichtiger', hat mir Amanda erklärt. Scheint einleuchtend.Keiner der guten Spieler ist sich zu schade für eine oder zwei Partien mit den weniger Guten, alle haben ihren Spaß. Ich bin dann noch mit zwei US-Amerikanern, die ich an diesem Freitagabend kennengelernt hatte,um die Blöcke gezogen. Einer von ihnen arbeitet als Schachlehrer in New York und war eigens zur WM angereist.

Ungewohnt für uns alle: Obwohl es – wie gesagt – Freitagsabend war und es um die Tottenham Court Road vor Pubs nur so wimmelt – um 23 Uhr stellen die meisten die Stühle hoch – Sperrstunde.Wir haben dann mit einiger Mühe noch eine völlig überfüllte, skurrile und sehr laute Kellerbar gefunden.

Am Samstagabend fand in einem typisch englischen Pub (urgemütlich, leider habe ich den Namen vergessen), ein stark besetztes Blitzturnier statt, mit rund 35 Teilnehmern und zwei IMs.Das Ganze war organisiert von Lichess, einem nicht kommerziellen, kostenlosen Schachserver, der mittlerweile 38000 Spieler vereint, und ständig weiter wächst.

Den Jungs, die Lichess ins Leben gerufen haben, ist es wichtig, dass Lichess beim Datenschutz strenge Richtlinien hat. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert, es gibt kein "Tracking"(anders als etwa bei chess.com) – daneben bietet Lichess echt coole Trainingsfeatures.

Weil Schachuhren Mangelware sind, wird zumeist das Smartphone per App zur Blitzuhr umfunktioniert. Auch an diesem Abend stand eher das Miteinander als der rein sportliche Wettkampf im Mittelpunkt.Die beiden Großmeister Jonathan Speelman (war mal unter den Top Ten der Weltrangliste) und David Howell waren vor Ort, ebenso wie WM-Kommentatorin IM Anna Rudolf (auch eine ganz Nette!)

Das Lustigste war ein Wettkampf "Hands and Brain", wo jeder der beiden GM mit einem möglichst schwachen Spieler ein Team bildet, Bedenkzeit 5 oder 10 Minuten.Speelman sagt "Pawn", und sein Partner muss einen Bauernzug machen, Howell sagt "Knight", und die Hand macht einen Springerzug. Natürlich sehen die "Hände" oft nicht, was das "Hirn" eigentlich will,aber keiner macht sich über einen Fehler lustig, stattdessen haben alle ihren Spaß.

Ich habe mich an diesem Abend übrigens auch noch mit den Gründern des Trainingsportals chessable unterhalten, IM John Bartholomew und David Kramaley.Chessable bietet verschiedene Schach"bücher" als Online-Training an, zum Teil kostenlos. Mein absoluter Favorit ist "100 Endgames you must know", noch nie hat Endspieltraining so viel Spaß gemacht.Und das geht wohl vielen Spielern so, das Endspiel- und das Taktiktraining sollen deutlich ausgebaut werden.

Mein Fazit: Für Schachfans ist London auch ohne WM unbedingt eine Reise wert – ich freue mich schon heute auf den nächsten Trip!

Autor: Stefan Corssen; Datum der Veröffentlichung: 28.11.2018

Bericht von den 14. Senioren Europameisterschaften

Kasparov in Porto Vom 8. bis 17. März fanden in Porto die 14. Senioren Europameisterschaften im Schach statt. Erstmals stand jetzt die neue Altersregelung der FIDE auf dem Prüfstand. Bis 2013 konnte jeder Spieler, der im Veranstaltungsjahr 60 Jahre alt wurde an einem Seniorenturnier teilnahmen. Ab diesem Jahr wurde eine neue Kategorie hinzugefügt: Alle Spieler, die im Veranstaltungsjahr 50 Jahre alt werden und das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben gelten als 50+ Senioren und die 65er und älter sind Senioren. Für deutschen Turniere gilt das übrigens nicht, hier bleibt es bei der alten Regelung 60+.

Ziel der FIDE war es wohl die Teilnehmerzahlen zu erhöhen, was aber gründlich misslang. Der Zuspruch bei den Jungsenioren war nicht überragend und in der älteren Kategorie sind einige der Altstars wie Sveshnikov, Balashov, Vasiukov, die normalerweise teilnehmen, nicht am Start gewesen.

Schließlich startete die Seniorenkategorie über 65 Jahre mit 59 Teilnehmern und über 50 Jahre nahmen 36 Schachspieler teil.

Sieger wurde in der Kategorie über 50 Jahre GM Keith Arkell aus England mit 7 Punkten aus 9 Spielen vor IM Evgenij Kalegin (Russland) mit 6½ Punkten sowie GM Sturua Zurab mit ebenfalls 6½ Punkten. Ich wurde mit 4 Punkten 25., was nicht wirklich befriedigte nach einem Startranglistenplatz 21.

Die Gruppe der über 65 jährigen wurde von Nico Schouten (NED) vor Vladimir Bednosikov (RUS) und Alexander Kuyindzhi (RUS).

Auch die Seniorinnen starteten in 2 Gruppen wobei die jüngere von WIM Tatyana Fomina aus Estland und die ältere von WGM Valentina Kozlovskaya (RUS) vor der langjährigen Frauen Weltmeisterin GM Nona Gaprindaschvili (GEO).

Das Turnier war durch den Schachverband Portugals sehr gut organisiert worden. Es wurde im Business Hotel AXIS ausgetragen. Dies liegt etwas außerhalb des Zentrums, was der einzige Nachteil war, weil es doch einige Zeit brauchte bis man zu den Hauptsehenswürdigkeiten kam. Porto ist aber eine Reise wert!!

Der Höhepunkt der Veranstaltung war die Siegerehrung, die völlig überraschend von Gari Kasparow persönlich vorgenommen wurde. Er machte, von Casablanca kommend, wo er sich den dortigen Delegierten zwecks Werbung für seine Präsidentschaftsbewerbung präsentierte, einen Zwischenstopp in Lissabon und kam mit seiner Gattin per Zug in die Hauptstadt des Nordens - nach Porto. "Jetzt weiß ich das ich Senior geworden bin" waren seine Abschiedsworte, da er nun auch bei den 50+ mitspielen könnte. "Aber nein, ich spiele ja kein Wettbewerbsschach mehr".

Zwei Partien: meine Niederlage gegen den Turniersieger GM Keith Arkell und mein Zweitrundensieg gegen Flemming Borg habe ich kurz kommentiert. 

Dieter Kurka

[Event "ESCC 2014 - 50+ Porto POR"][Site "Porto POR"][Date "2014.03.10"][Round "2.13"][White "Kurka , Dieter GER"][Black "Borg , Flemming DEN"][Result "1-0"][ECO "A41"][WhiteElo "2045"][BlackElo "1859"][PlyCount "35"][EventDate "2014.??.??"]1. d4 d6 2. c4 e5 3. d5 Nd7 4. Nc3 a5 5. b3 {N} (5. e4 {wollte ich nichtspielen, da nach g6 der Übergang ins Königsindisch für Schwarz leichterAusgleich ergibt.}) 5... f5 6. e3 Ngf6 7. Bb2 Be7 8. Bd3 e4 ({M.E. ist} 8...Nc5 {besser.}) 9. Be2 O-O 10. Nh3 Ne5 11. Nb5 {Schwarz hat das Feld e5, Weißaber d4 und f4 von wo aus die Rösser nach e6 schielen.} c6 12. dxc6 bxc6 13.Nd4 $11 Qb6 14. O-O Ne8 15. Nf4 Nc7 16. Nc2 g5 $2 (16... Na6 $142) 17. c5 $1Qxc5 $4 {[#]} (17... dxc5 18. Bxe5 gxf4 19. exf4 $16) (17... Qb8 18. cxd6 Bf619. dxc7 $18) 18. Bd4 {und die Dame ist mitten auf dem Brett gefangen!} 1-0[Event "ESCC 2014 - 50+ Porto POR"][Site "Porto"][Date "2014.03.09"][Round "1.3"][White "GM Arkell , Keith C, ENG"][Black "Kurka , Dieter GER"][Result "1-0"][ECO "D37"][WhiteElo "2448"][BlackElo "2045"][PlyCount "79"][EventDate "2014.??.??"]1. d4 d5 2. c4 e6 3. Nf3 Nf6 4. Nc3 Be7 5. cxd5 exd5 6. Bg5 c6 (6... Bf5 {istschlecht wegen} 7. Qb3 Nbd7 8. Nxd5 Nxd5 9. Qxd5 Bxg5 10. Qxf5 $16) 7. e3 (7.Qc2 g6 8. e3 Bf5 9. Bd3 Bxd3 10. Qxd3 Nbd7 11. O-O O-O 12. Rab1 a5 13. a3 Re814. Qc2 Ne4 15. Bxe7 Qxe7 16. Rfc1 Nd6 17. Ne2 Kg7 18. Nf4 Nf8 19. Nd3 Ne6 {1-0 (41) Ivanchuk,V (2753)-Giri,A (2734) Leon 2013}) 7... Nbd7 (7... Bf5 8. Bd3Bxd3 9. Qxd3 Nbd7 $11) 8. Qc2 O-O 9. Bd3 Re8 {In der Abtauschvariante desabgelehnten Damengambits sollte Schwarz den Zug h6 vermeiden, da dann dieVertreibung eines weißen Springers auf e5 durch f6, Schwarz weißfeldrigempfindlich schwächt.} 10. O-O (10. h3 Nf8 11. O-O Be6 12. Rab1 c5 13. dxc5Bxc5 14. Rbd1 h6 15. Bh4 Be7 {1-0 (26) Kristiansen,J (2407)-Kurka,D (2091)Opatija 2013}) 10... Nf8 11. Bxf6 Bxf6 12. b4 a6 13. a4 g6 (13... g6 14. -- Ne6$140 15. -- Ng7 16. -- Bf5) 14. b5 a5 {Das System von Spassky. Es wird nureine Linie am Damenflügel geöffnet.} 15. bxc6 bxc6 16. Ne2 ({DieModellpartie verlief} 16. Nb1 Qd6 17. Nbd2 Ne6 18. Rfc1 c5 19. Bb5 Re7 20. dxc5Nxc5 21. Nd4 Bxd4 22. exd4 Ne6 23. Qc6 Qxc6 24. Bxc6 Bb7 25. Nb3 Bxc6 26. Rxc6Rb8 27. Rc3 Reb7 28. Nxa5 Rb1+ 29. Rc1 Rxa1 30. Rxa1 Nxd4 {½-½ (49) Timman,J(2625)-Spassky,B (2640) Tilburg 1979 MCL}) 16... Bd7 17. Rab1 Be7 18. Ne5 Rc819. Rb7 Bd6 20. Nxd7 Nxd7 21. Qb3 $11 Re7 22. g3 Bb4 23. Qc2 c5 24. dxc5 (24.Ba6 Rb8 25. dxc5 Rxb7 26. Bxb7 Nxc5 27. Bc6 Rc7 28. Bb5 $11) 24... Rxc5 25. Qd1Ne5 26. Rxe7 Qxe7 27. Nf4 Nc4 28. Qe2 Nb6 29. Bb5 Qe4 30. Rd1 Rc2 31. Qg4 Nc4 {Es drohte Ld3} (31... Ra2 32. Nxd5 Qxg4 33. Nf6+ Kg7 34. Nxg4 Nxa4 35. Rd7 Nb636. Rc7 Nd5 37. Rd7 $11 {wäre aber wohl besser gewesen.}) 32. Nxd5 Qxg4 33.Nf6+ Kg7 34. Nxg4 h5 35. Bxc4 Rxc4 36. Ne5 Re4 (36... Rc2 37. Rd4 Ra2 38. Nc6Be1 39. Rf4 Bc3 40. Kf1 $11) 37. Nf3 Rc4 38. Rd7 Kf6 39. h4 Ba3 $2 {Zeitnotsoll hier keine Entschuldigung sein. Wer zweimal das gleiche Motiv nicht siehtist selbst dran schuld} 40. Rxf7+ 1-0

Prinz-Eckler-Endspiel im Informator 118

Das nachfolgende von Klaus Eckler im Mai 2013 im Mannschaftskampf des KSK Dr. Lasker 2 beim ISV Freibauer Eikamp in der Runde 10 an Brett 6 gespielte Endspiel wurde im Informator 118 abgedruckt. Eine würdige Auszeichnung für dieses hochinteressantes Endspiel und seine(n) Urheber.

[Event "SVM Verbandsliga"][Site "?"][Date "2013.05.05"][Round "10.6"][White "Prinz, Rene"][Black "Eckler, Klaus"][Result "0-1"][WhiteElo "1918"][BlackElo "1981"][Annotator "Klaus Eckler"][SetUp "1"][FEN "8/p4p1R/8/P3P3/3PK3/1r3pk1/8/8 b - - 0 45"][PlyCount "9"][EventDate "2013.05.05"][EventType "team"][SourceDate "2003.05.05"][WhiteTeam "Eikamp I"][BlackTeam "KSK Dr. Lasker II"]{Klaus Eckler: Das folgende Turmendspiel aus meiner letzten Partie in der Verbandsliga inEikamp barg, wie ich fand, so bemerkenswerte Wendungen, dass ich esprobehalber einfach mal an die Redaktion des "Schach-Informators" schickte. Zumeiner nicht geringen Verblüffung wurde es tatsächlich im November 2013 inBand 118 veröffentlicht ... Meinen letzten Zug 44...Tb2-b3+ ("Remis?") hatteWeiß gerade mit 45.Ke3-e4?? ("Spielen wir noch ein bisschen!") beantwortet.Schock! Ich hatte nicht damit gerechnet, dass der weiße König sich in den Rückenmeines Freibauern begeben könnte. Jetzt aber sah ich: Wenn Schwarz zu Txf7kommt, nimmt sein Turm meinen Bauern-f3 von hinten unter Beschuss und wird sich wohlfür ihn opfern, so dass sich mein mickriger Turm gegen zwei mächtige, von ihrem Königunterstützte verbundene Freibauern wehren muss. Aus diesen Überlegungen herausergab sich aber auf einmal eine hübsche Idee, die ich ohne lange zu zögernverwirklichte:} 45... f5+ $3 {Gibt zwar diesen Bauern, verstopft aber mitTempo die f-Linie, so dass Weiß mit seinem Turm nicht mehr hinter meinen Bauern-f3kommt ("Regenschirm-Motiv"). Das Ergebnis: entscheidender Vorteil für Schwarz!Dies zeigte aber erst die nachträgliche Analyse mit Houdini; während derPartie hatte ich keine Ahnung, wie 45...f5 einzuschätzen ist. Das Risiko waralso nicht unerheblich. Jedoch bestand es nur für mich: Verliere ich diesePartie, so geht der Kampf 4:4 aus, wie zu diesem Zeitpunkt fast sicherabzusehen war. Das hätte aber letztlich in der Tabelle keine dramatischenAuswirkungen für Lasker gehabt. So ging ich das Wagnis kurzerhand ein - es wareinfach zu verlockend ...} ({Nach} 45... f2 $2 {hat Weiß} 46. Rg7+ $1 (46. Rxf7$2 Rb1 $11 {ist remis, aber auch nicht so einfach ...}) 46... Kh2 47. Rxf7 $16{mit Vorteil - oder mehr}) (45... Rb7 $2 {hätte zwar auch Txf7 verhindert,wäre aber wohl nur remis gewesen}) (45... f6 $2 {hat eine ähnliche Idee wie 45...f5, kommt aber nicht mit Tempo:} 46. Rg7+ $1 Kh2 47. Rf7 ({oder} 47. Rh7+ Kg148. Rg7+ $11) 47... fxe5 $8 48. Rxf3 Rxf3 $8 49. Kxf3 exd4 50. Ke4 Kg2 51. Kxd4Kf2 $11 52. Kd5 Ke3 53. Kc5 Ke4 54. Kc6 Kd4 55. Kb7 Kd5 56. Kxa7 Kc6 $11) 46.Kxf5 {Nach längerem Grübeln gespielt.} ({Die beiden anderen legalenMöglichkeiten retten Weiß auch nicht:} 46. exf6 {zersplittert die weißenBauern.} f2 47. Rh1 {Die einzige Chance.} (47. Rg7+ Kh2 48. Rh7+ Rh3 $19) (47.f7 f1=Q $19) 47... Rf3 $1 {[%cal Gf3f6,Gf2f1] ist hier der einzigeGewinnzug; keine Ahnung, ob ich den gefunden hätte ...} 48. d5 (48. Rf1 Rxf6$19) (48. Ke5 Re3+ $1 49. Kd6 Re1 $19) (48. f7 Rxf7 $19) 48... Rxf6 49. Ke5 Ra6$1 {Den muss man auch erst mal finden.} 50. Ra1 (50. d6 Rxa5+ 51. Ke6 Ra2 $19)50... Rxa5 $1 51. Rxa5 f1=Q $19 {Weiß kann nun den Bauern nicht nehmen:} 52. Rxa7Qf4+ 53. Ke6 Qe3+ $19 {[%csl Ra7,Re6]}) (46. Kd5 {überlässt Schwarz zweiFreibauern auf der f-Line.} f2 47. Rh1 Re3 (47... f4 $19) (47... Kg2 $19) 48.Rf1 Re1 49. Rxf2 Kxf2 50. e6 (50. Kc6 f4 51. d5 Rxe5 52. d6 Re6 $19) 50... f451. Kd6 f3 52. e7 (52. d5 Kg3 53. Kd7 f2 54. d6 f1=Q $19) 52... Kg2 53. Kd7 f254. e8=Q Rxe8 55. Kxe8 f1=Q $19) 46... f2 $1 {Droht mit Schach einzuziehen.} ({Man kann auch noch böse stolpern:} 46... Kg2 $4 {[%cal Rh7h1] (um Th1 zuverhindern):} 47. Rg7+ $8 Kf1 $2 ({besser ist} 47... Kh2 48. Ke4 f2 49. Rf7 $16{; diese Stellung hätte auch nach dem sofortigen 45...f2 entstehen können; s.o.}) 48. e6 $1 f2 49. Ke5 $1 (49. e7 $2 Re3 $11) 49... Rf3 (49... Re3+ 50. Kd6$18) (49... Ke1 50. Rf7 $18) 50. d5 $1 Rf5+ $5 (50... Ke2 51. Rg2 $18) (50...Ke1 51. Rb7 $18) 51. Kd4 $1 (51. Kxf5 $4 Ke1 $11) 51... Ke1 (51... Ke2 52. Rg2$18) (51... Rf4+ 52. Kc5 $18) 52. Rb7 $1 $18) 47. Rg7+ $2 {Recht schnell gespielt von meinem Gegner. Mir fiel ein Stein vom Herzen, denn das macht Schwarzden Rest leicht.} ({Kritisch war} 47. Rh1 {, wie mir langsam dämmerte. Das waroffenbar der einzige Zug: Der Turm kommt zwar nicht mehr hinter, dafür abervor den schwarzen Freibauern. Man könnte hier leicht der Meinung sein, dieStellung sei wegen der beiden verbundenen Freibauern nun sogar gewonnen fürWeiß. Mitnichten:} Re3 $1 {[%cal Ge3e1] Ein wichtiger Zug. Der Turm will nach e1.Es ist sehr fraglich, ob ich das am Brett gefunden hätte.} ({Als ich 45...f5zog, hatte ich nur an} 47... Kg2 $2 {gedacht, aber nach} 48. Rc1 Re3 49. Rc2 {hält Weiß den Laden zusammen:} Kg1 50. Rxf2 $8 $11 {Ich muss gestehen, bei 45...f5 gar nicht richtig gesehen zu haben, dass Weiß es immer noch schafft,seinen Turm zu opfern. Na ja, nach mehr als vier Stunden Spielzeit ...} Kxf2 51.e6 {[%cal Rf2e3] Im Gegensatz zu der Variante nach 47...Te3 ist das nicht fürSchwarz gewonnen, weil hier der Turm seinem König im Weg steht. Z.B.} Kf3 52. d5 Rd3$8 53. Ke5 Re3+ $8 54. Kd6 Kf4 55. Kd7 (55. e7 Kf5 56. Kd7 Kf6 $8 $11) 55...Ke5 56. d6 Kd5 57. e7 Re6 $11) 48. Rf1 (48. e6 Re1 49. Rxe1 fxe1=Q $19) (48.Rd1 Re1 49. Rd3+ Kg2 50. Rd2 Kg1 51. Rxf2 Kxf2 $19 {ändert nichts gegenüber 48.Rf1}) 48... Re1 49. Rxf2 {Was sonst?} Kxf2 {Genau das Szenario, das ich mit 45...f5 eigentlich hatte verhindern wollen. Machen die weißen Bauern nun dasRennen? - Nein. Erstaunlicherweise ist Weiß hier sogar verloren! Der schwarzeKönig marschiert im Rücken der weißen Bauern zum Damenflügel. Er gewinnt dabei"en passant" mit Hilfe seines Turms einen der weißen Zentralbauern; für denzweiten opfert sich der Turm. Entscheidend für den Partieausgang ist letztlichdie Konstellation der Bauern auf der a-Linie: Der schwarze König holt den Bauern-a5ab und ebnet anschließend gerade noch rechtzeitig dem Bauern-a7 den Weg nach a1.Unglaublich, aber wahr! - Weiß kann versuchen:} 50. -- (50. d5 {sieht amnatürlichsten aus; die Bauern rennen sofort los.} Ke3 $1 {[%csl Ra5] Das Zielist der Bauer-a5.} 51. d6 (51. e6 Kd4 52. d6 {ist Zugumstellung}) 51... Kd4 {[%cslRe5]} 52. e6 (52. d7 Rxe5+ 53. Kf6 Rd5 54. Ke7 Kc5 55. d8=Q Rxd8 56. Kxd8 Kb5$19) 52... Re5+ $8 {Eine wichtige Feinheit, damit man ggf. auf e6 mit Schachnehmen kann.} (52... Kd5 $4 53. d7 $18) 53. Kf6 Kd5 $8 {"Turm hinter denFreibauern" hat man ja schon oft gehört, aber "König hinter den Freibauern"?}54. d7 (54. e7 Kxd6 $19) 54... Rxe6+ 55. Kf7 Rd6 $8 56. Ke7 Kc6 $8 {[%csl Yd7]Auch hier ist es wichtig, ein Tempo mitzunehmen durch den Angriff auf den Bauern.} (56... Kc5 $2 57. a6 {ist nur remis:} Rxd7+ 58. Kxd7 Kb6 59. Kd6 Kxa6 60. Kc5Ka5 61. Kc4 $11) 57. d8=Q Rxd8 58. Kxd8 Kb5 {und der schwarze a-Bauer entscheidet:}59. Kc7 (59. a6 Kxa6 60. Kc7 Kb5 $19 {[%cal Ga7a5]}) 59... Kxa5 60. Kc6 (60.Kb7 a6 61. Kc6 Kb4 $19 {[%cal Ga6a5]}) 60... Kb4 $19 {[%cal Ga7a5]}) (50. Kf4 {versucht, die Annäherung des schwarzen Königs zu erschweren.} Ke2 51. Ke4 (51.d5 Kd3 52. d6 Re4+ $8 53. Kf5 Kd4 54. e6 Re5+ $8 {siehe 50.d5}) 51... Kd2+ 52.Kd5 (52. Kf5 Kc3 53. d5 Kd4 $19) 52... Kc3 (52... Kd3 53. e6 Re4 $19) 53. e6 a6$19 {Zugzwang} (53... Re3 $19) (53... Kb4 $19)) (50. e6 {geht auch nicht:} Ke3$8 51. Ke5 (51. e7 Kxd4 52. Kf6 Kc5 $1 53. Kf7 Kb5 54. e8=Q+ Rxe8 55. Kxe8 Kxa5$19) (51. d5 Kd4 52. d6 Re5+ $8 $19 {siehe 50.d5}) 51... Kd3+ 52. Kd5 (52. Kd6Kxd4 53. e7 Kc4 $19) 52... Re4 $19)) 47... Kh2 {Die Partie endete rasch nach denweiteren Zügen} 48. Rh7+ Rh3 49. Rxh3+ Kxh3 0-1

Neuigkeiten und Erinnernswertes

Lasker - Bonn-Beuel 4:4

Inkrement, Endspiele, viel Lust und auch Frust zum Saisonstart in der Regionalliga

Die Eindrücke des Kampfes noch nicht ganz abgeschüttelt, kommt dieser verspätete Bericht. Ein Inkrement von 30 Sekunden ab dem ersten Zug gibt es in dieser Spielperiode der ersten Mannschaft. Zum Glück waren die Uhren als ich kam (vor 10:30!) schon gestellt. Anfangs hatten ein oder zwei Uhren keine Lust auf Inkrement und mussten erneut gestellt werden. Schon nach einer guten halben Stunde leitete Daniel den Reigen der Endspiele ein. Es sah gut aus: 2 gegen 4 Bauerninseln und Doppelbauer. Na gut, das Läuferpaar wird wohl nicht so viel wert sein, oder?:

DiagrammFox - Albrecht. Weiß am Zug.

Daniel sah das wohl ähnlich und lehnte ein paar Züge später ein Remisangebot ab.Henning an Brett 4 spielte gewohnt anspruchsvoll, schob seinen g-Bauern zwecks Raumgewinn nach g5 vor, nahm einen Bauern auf e4 nicht direkt zurück, um andere Ziele zu verfolgen. Die Stellung war gefühlt im Gleichgewicht doch schwierig für Henning zu spielen. Vielleicht war c5 dann etwas zu ehrgeizig und Gikas, der in letzter Zeit viele Turniere spielte und im Saft ist, konnte seine Figuren geschickt aktivieren. In komplizierter, wohl schon schlechterer Stellung stellte Henning dann einen Turm ein und musste nach dreieinviertel Stunden frustriert aufgeben. Kopf hoch!, shit happens.Etwas später war Daniels Partie Remis. Eine Abwicklung in ein recht totes Endspiel mit ungleichen Läufern ließ sich nicht mehr verhindern.

5 Minuten später bekam Nadeesh in hochkomplizierter Stellung (diesmal kein Endspiel) ein Remisangebot. Es ging bereits hin und her und beide hatten kaum noch Zeit, Nadeesh nur noch 4 Minuten, die Stellung vermutlich objektiv trotz taktischer Verwicklungen nicht gut für Nadeesh – Remis.

Zum Glück gewann Uwe an 8 eine Viertelstunde später – es waren mittlerweile 3:45h gespielt – in einem Endspiel (!) einen Springer. Die ganze Partie über war die Initiative auf seiner Seite, der technische Part sah für mich sauber aus -> Ausgleich nach viereinhalb Stunden Spielzeit!Ein Blick auf die verbleibenden Bretter ließ mich optimistisch in die Zukunft schauen.

Brett 2: Detlef stand die ganze Partie über besser.

DiagrammDetlef Beeker - Hoppe

Nach der ersten Zeitkontrolle war dann 'nur' noch ein remisliches Doppelturmendspiel mit Mehrbauer auf dem Brett. Nach knapp 5 Stunden war das Remis dann unterschriftsreif.Brett1: Andreas hatte seit einiger Zeit ein kompliziertes Leichtfigurenendspiel vor Augen, welches ich als 'vermutlich Remis' einschätzte. Hier eine ungefähre Momentaufnahme:

DiagrammHaag - Andreas Eichhorn

Gut 10 Minuten nach Detlef endete auch diese Partie unentschieden zum Zwischenstand von 3:3.

Verbundene FreibauernStanden Volker (an Brett 5) und Andreas (Hören) an Brett 7 ausgangs der Eröffnung noch zum Teil deutlich schlechter, hatte sich das Bild nach der (ersten) Zeitkontrolle gewandelt.Volkers Gegner übersah einen Trick, stellte seinen wichtigsten Bauern ein und suchte sein Heil im Turmendspiel:

DiagrammLorenz - Volker Cramer

Volker zeigte dann, was verbundene Freibauern wert sind: Erst entstanden verbundene auf dem Damenflügel, die er dann aufgab um selbige auf dem Königsflügel zu bekommen, die dann die Partie entschieden! Das war nach fast 6h Spielzeit.

4:3! Das Drama.

Ab dem frühen Mittelspiel stand Andreas schlecht. Wie Volker blieb er zäh und klebrig und nach einer taktisch undurchsichtig komplizierten Zeitnotphase kam es auch hier zu einem Turmendspiel, welches zumindest nicht mehr schlechter aussah. Hier die ungefähre Struktur:

DiagrammBöning – Andreas Hören ("ungefähre" Stellung)

Andreas gelang es den König von Böning auf der h-Linie einzuklemmen und seine Damenflügelbauern vorzuschieben, so dass es nach der 2ten Zeitkontrolle nach 6 Stunden so aussah:

DiagrammBöning - Andreas Hören

Weiß war gezwungen zwischen Th5 (mit Schach) und Th4 (mit Angriff auf die Bauern) zu pendeln. Andreas konnte hier bereits mit Kd6 Remis durch Zugwiederholung reklamieren. Andreas saß da und grübelte, ja interessant, die Stellung ist noch nicht ausgespielt. Jetzt hieß es noch 15 Minuten für den Rest der Partie und natürlich der Inkrement (30s pro Zug).Parallel stellte sich die Frage, was ich als Mannschaftsführer Andreas am Brett sagen durfte. Der Wettkampfleiter meinte, dass die Information über den aktuellen Zwischenstand erlaubt sei, eine Vorgabe wie 'Mach Remis!' jedoch nicht. Somit flüsterte ich Andreas den aktuellen Stand (4:3) zu. Ob das tatsächlich angekommen ist, weiß ich nicht – wir alle waren von der Stellung fasziniert!So kam es, dass Andreas die restlichen 15 Minuten versuchte, das verlockende Bilden von zwei verbundenen Freibauern durchzurechnen. Ich konnte das nicht, aber eine Verlustgefahr ist auch nicht zu sehen...Und so spielte Andreas die Partie 'auf Inkrement' weiter und sollte Erfolg haben, wie es schien:

DiagrammBöning – Andreas Hören, Schwarz zieht

Hier hatte Andreas schon die Dame in der einen Hand und die andere zum Ziehen bereit, doch halt! Ist statt Dame gegen Turm (nach Txh7+ nebst b1D) b1D, Txh2, Dg1+ nebst Dxh2 nicht einfacher gewonnen?Und die 30 Sekunden waren um!Mit diesem etwas unglücklichen Ende für uns kann man natürlich so einiges diskutieren. Was darf ich als Mannschaftsführer? Hätte ich da anders agieren sollen? Muss man den Spaß am Schach bei dieser so risikolos zu spielenden Stellung dem Mannschaftsergebnis unterordnen?

Michael Diesner

Toller Abend mit GM Ulf Andersson

Bereits zu unserem Jubiläumsturnier hatten wir uns auf den Besuch eines ganz besonderen Gastes gefreut: Schachlegende Ulf Andersson.
Leider hat es dann wegen privater Gründe nicht geklappt. Damals schon hatten wir uns vorgenommen diesen Besuch nachzuholen. Am Donnerstag, den 24.05. war es dann soweit. Ulf Andersson kam zu uns in die Südstadt um einige interessante Partien vorzuführen und einen geselligen Abend zu erleben. Ca. 30 Laskerianer und Gäste hatten sich eingefunden und waren von der lockeren aber profunden Darstellung von Ulf am Demobrett begeistert. Wenn man ihm zuhörte bekam man das Gefühl, dass Schach eigentlich nicht so schwer ist. Leicht und verständlich wurden Stellungen analysiert und auf die wesentlichen Aspekte der Beurteilung reduziert. Locker, mit einer Prise Humor und unglaublich sympathisch war diese Vorstellung. Die Zeit verging im Fluge und alle hatten sichtlich Spaß. Der Abend endete schließlich mit unserem Gast und einigen Laskerianern um halb zwei am Bierfass.
Fazit: ein gelungener Abend dank unseres Gastes Ulf Andersson: Spitzenklasse am und neben dem Brett.
Wir arbeiten an einer Wiederholung 2013.
Andreas Hören 

Stimmen zum Besuch von Ulf Andersson:

„…nochmals Glückwunsch zur gelungenen Veranstaltung mit Ulf Andersson.Es ist für mich immer wieder verblüffend wie unterschiedlich (zu mir) solche Spitzenklassen-GMs Stellungen beurteilen.“
Dr. Michael Negele

„Ulf Andersson war in der Lage einen winzigen Ausschnitt aus seinem schachlichen Wissensschatz, dank hervorragender Rhetorik (obwohl Deutsch nicht seine Muttersprache ist) und Witz, zu vermitteln.“
Dieter Kurka

„Es hat mir sehr gut gefallen und ich habe nur positive Resonanz gehört.“
Kirsten van Münster

Endstand des Jubiläumsturniers 2011:

TlnNrTeilnehmerTitelTWZVerein/OrtELO PunkteBuchh.SoBerg.
1Henrichs, ThomasIM2469RC Hansa Dortmund24691077,5
2Hort, VlastimilGM2420Oberhausener SV24469,575
3Mladenov, Svetlin2440SV Wattenscheid24408,579,5
4Eichhorn, AndreasFM2326SV Grünfeld2326877
5Müller, Michael2225Düsseldorfer SK2225774
6Papaioannou, Dimitri2044SV Mülheim1994767
7D'Abramo,Daniel1875KSK Lasker766
8Schmidt, Martin2221SV Grünfeld764,5
9Hören,Andreas2143KSK Lasker2143764
10Schulz, Wilhelm2035SV Horrem 19486,576,5
11Marcziter,DmitriiFM2282KSK Lasker22826,57440
12Lindam,Ingo2038Freier Sportverein6,57436,5
13Reuter, Michael2014SV Langenfeld6,572
14van Münster,KirstenFM2187KSK Lasker21876,569,5
15Gutt, Oswald2031Bergische SF20316,566,5
16Huhndorf, Arnold2284KKS22846,564,5
17Krug, Kevin2188SV Mülheim21886,563
18Krabbe, Christian1955SV Kamen6,561,5
19Pauly, Carlo2055SF Mülheim2055667,5
20Bildt, Thomas1994SK Zirndorf1994666
21Eckler,Klaus,Dr.2148KSK Lasker2148664,532
22Cramer,Volker2065KSK Lasker2053664,530,25
23Klaßmann,Herbert2030TuR Elsen2030664
24Diesner,Michael2066KSK Lasker66329,75
25Klusmann, Tim2100KSK Lasker66329,5
26Henrichs Wenke2069SV Wattenscheid2069661
27Lommen, Frank2127SV Grünfeld2127658,5
28Kühn, Matthias1946BSG Rheinpark1946654,5
29Mandt,Mathias2086KSK Lasker20865,565,5
30Negele, Michael2267SC Bayer Leverkusen22675,564,5
31Goldenstein, Arnd2051KKS20515,562
32Pauly,Hans-Gert1992KSK Lasker19925,557,5
33Decker, Andreas1829SF Köln-Mülheim5,553
34Hohberger, Tilmann0vereinslos5,552
35Gorny, Michael2085SK Turm Euskirchen569
36Corssen,Stefan,Dr.2040KSK Lasker2040563,5
37Allmaier, Michael0vereinslos563
38Kurka,Dieter2010KSK Lasker2010559
39Janknecht,Eckart1804KSK Lasker557
40Krebs, Dietmar2118SF Mülheim2118556,5
41Schmitz, Tim1934SC Sendlingen1934549,5
42Engels, Marco213121314,562
43Mews,Bernhard2083KSK Lasker20834,559
44di Franco,Patricio2124KSK Lasker21244,558,5
45Will,Hans Joachim1635KSK Lasker4,557
46Grothues-Lay, Kay1790SV Erftstadt4,555
47Schneider, Peter1742SV Rodenkirchen17424,550,5
48Quabach, Jürgen2054SV Grünfeld20544,54819,75
49Meindl, Steve0vereinslos4,54811,25
50Immel, John1760KKS17604,546
51Hecht,Manfred1657KSK Lasker4,543
52Herborth,Manfred1737KSK Lasker454,518,75
53Oelze, Harald1831KSK Lasker454,517,75
54Dziomba,Armin1497KSK Lasker447
55Schuh,Regina1507KSK Lasker446,5
56Fröhlich,Andreas1182KSK Lasker3,548,5
57Strick, Gregor1864SC Weisse Dame1864350
58Christensen,Joachim1195KSK Lasker348
59Hloucha,Matthias1285KSK Lasker244,5
60Sturm, Joachim886KSK Lasker044,5

KSV Blitzmannschaftsmeister 2013

In der Besetzung 1. FM Andreas Eichhorn, 2. Detlef Beeker, 3. Nadeesh Lindam und 4. Daniel Fox gewann das Team KSK Dr. Lasker 1 am 8.11. bei der KSV Blitzmannschaftsmeisterschaft am Ende gemeinsam mit dem Klub Kölner SF 1 den Titel, nachdem nach den 17 Runden des regulären, einrundigen Turniers und drei Entscheidungskämpfen, die jeweils 2:2 endeten, beide Teams und der Turnierleiter weit nach Mitternacht allesamt eine Titelteilung als beste und gerechteste Lösung befürworteten. Im regulären Turnier hatte der KKS noch 3:1 gewonnen, der KSK Dr. Lasker seinerseits 4 Brettpunkte mehr erzielt. Die Veranstaltung einschließlich des Experiments das Turnier diesmal am Freitagabend auszutragen darf als rundum gelungen bezeichnet werden. Team KSK Dr. Lasker 2 belegte in der Aufstellung 1. Patrizio di Franco, 2. Frank Lommen, 3. Andreas Hören und 4. Michael Diesner den achten Rang.

Rd. Gegner 1 2 3 4 BP MP
1 KSK Dr. Lasker 2 ½ 1 1 1 3,5 2
2 Niederkassel 1 ½ 1 0 ½ 2 1
3 Niederkassel 2 0 1 1 1 3 2
4 SF Esch 1 1 1 1 4 2
5 Ford SF Köln 1 0 ½ 1 2,5 2
6 Klub Kölner SF 1 0 1 0 0 1 0
7 Brühler SK 1 ½ ½ 1 3 2
8 Schachuzipus 1 1 1 1 4 2
9 SG Porz 0 1 1 1 3 2
10 Kalk-Deutz 1 1 1 1 4 2
11 SK Kerpen 1 1 1 1 4 2
12 Sülz-Klettenberg 1 1 1 1 4 2
13 Turn Euskirchen 1 1 0 1 3 2
14 Köln Mülheim 1 0 0 1 2 1
15 Klub Kölner SF2 ½ 1 1 ½ 3 2
16 SV Grünfeld 1 1 ½ 1 3,5 2
17 Bergische SF ½ 1 1 ½ 3 2
Summe 12 14,5 11,5 14,5 52,5 30
S1 Klub Kölner SF 1 1 0 1 0 2 1
S2 Klub Kölner SF 1 0 1 0 1 2 1
S3 Klub Kölner SF 1 0 1 1 0 2 1
Summe 1 2 2 1 6 3
Summe 13 16,5 13,5 15,5 58,5 33
Rd. Gegner 1 2 3 4 BP MP
1 KSK Dr. Lasker 1 ½ 0 0 0 0,5 0
2 SF Esch ½ 0 1 1 2,5 2
3 Ford SF Köln 0 1 ½ 0 1,5 0
4 Klub Kölner SF 1 0 ½ ½ 0 1 0
5 Brühler SK 0 0 1 1 2 1
6 Schachuzipus 0 1 1 ½ 2,5 2
7 SG Porz ½ 1 1 0 2,5 2
8 Kalk-Deutz ½ 1 ½ 1 3 2
9 SK Kerpen ½ 0 0 1 1,5 0
10 Sülz-Klettenberg 1 1 1 1 4 2
11 Turn Euskirchen 0 ½ 1 ½ 2 1
12 Köln Mülheim 0 ½ 1 1 2,5 2
13 Klub Kölner SF2 1 0 0 1 2 1
14 SV Grünfeld 1 0 1 1 3 2
15 Bergische SF 1 0 0 1 2 1
16 Niederkassel 2 0 0 1 1 2 1
17 Niederkassel 1 0 0 1 ½ 1,5 0
Summe 6,5 6,5 11,5 11,5 36 19

Kasparov in Porto